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Königstädten - Solidarische Landwirtschaft Regional, saisonal und ohne Plastik - Neue Mitglieder willkommen
Ernte 2025. © Foto Solawi
8.2.26 - Noch steht auf dem Acker der Solidarischen Landwirtschaft in Königstädten Lauch, Winterwirsing und Grünkohl auf dem Feld, die letzten Boten aus dem ablaufenden Jahr. In wenigen Wochen beginnt der Jahreslauf von Neuem: Frühlingsgemüse wird gesät, Sommerkulturen vorbereitet und gepflanzt und wöchentlich geerntet, was gerade reif ist. Der Verein Solidarische Landwirtschaft Auf dem Acker (Solawi) baut seit 2018 in Königstädten Gemüse und Kartoffeln an. Wie jedes Jahr nimmt er im Winter neue Mitglieder auf. Wer also frisches, ökologisch angebautes Gemüse aus der Region möchte, kann sich jetzt > hier anmelden. Mit den Mitgliedsbeiträgen finanziert die Solawi Personal, das das Gemüse auf den Feldern anbaut. Dafür gehört die gesamte Ernte den Mitgliedern, die wöchentlich unter ihnen aufgeteilt wird. Im aktuellen Anbaujahr gibt die Solawi 87 ganze Anteile aus. Möglich ist auch, halbe Anteile zu erwerben. Der Richtwert für den Monatsbeitrag eines halben Anteils beträgt etwa 55 Euro. Richtwert deshalb, weil nicht alle die gleiche Summe zahlen müssen. Wer mehr Geld hat, kann mehr zahlen, andere weniger. Auch das gehört zur Solidarität der Solawis. Der Inhalt eines ganzen Anteils reicht etwa für zweieinhalb Personen. Einst ein Experiment Als sich die Solawi Auf dem Acker 2017 gründete, sprachen die Gründungsmitglieder von einem Experiment. Eine Gruppe von Menschen mit Liebe zur ökologischen Landwirtschaft tat sich zusammen, um Gemüse anzubauen oder besser: um es anbauen zu lassen. In den meisten Fällen werden Solawis von einem Landwirt oder einer Landwirtin ins Leben gerufen, der/die schon einen Betrieb hat. Hier war das anders. Ein Verein dient als Arbeitgeber und Organisator. Das Solidarische daran ist, dass der Betrieb durch die festen Monatsbeiträge bezahlt wird, unabhängig davon, ob Trockenheit die Früchte klein werden lässt oder Hagel sie zerstört. Bislang ist das Experiment erfolgreich. Es werden jedes Jahr 60 bis 110 Gemüseanteile produziert. Angebaut werden über 50 Sorten, von Spinat und Radieschen bis Tomaten, Paprika und Gurken zu Kohl, Lauch, Rote Bete, Kartoffeln, usw. Auf den Tellern der Mitglieder landet also Gemüse, das einen denkbar kurzen Weg hinter sich hat, nie in Plastik eingepackt war, absolut regional, saisonal und Bioland zertifiziert ist und zudem lecker schmeckt. Die Solawi Auf dem Acker hat einen Folientunnel, wo sogar im Winter Feldsalat, im Frühjahr Kopfsalat und Kohlrabi und im Sommer Tomaten und Gurken wachsen. Die Mitglieder verpflichten sich, für ein Wirtschaftsjahr dabei zu sein. Deshalb werden jeweils im Winter neue Mitglieder aufgenommen. Die Ernte wird wöchentlich auf Depots in Rüsselsheim und den benachbarten Kommunen verteilt, von wo die Mitglieder sie abholen. Quelle: Solawi, Madeleine Reckmann Infos und Anmeldung Internet: www.aufdemacker.de Fragen? E-Mail an: info@aufdemacker.de ● 160 Mitglieder, 87 Anteile - Zahl divergiert, da auch halbe Anteile ● Gründung 2017, erste Saison 2018, Start mit 30 Anteilen ● Vorsitzender: Toni Groß, stellvertretende Vorsitzende: Madeleine Reckmann |
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