Kreis GG - Hitzewelle

Rettungskräfte massiv gefordert - Einsatzzahlen verdoppelt

2.7.26 - Die anhaltende Hitzewelle am vergangenen Wochenende hat die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Zentrale Leitstelle des Landkreises Groß-Gerau vor eine außergewöhnliche Belastungsprobe gestellt.

Über mehrere Tage befanden sich alle Bereiche im Ausnahmezustand.

"Hitzebedingt kam es zu einem deutlich erhöhten Notrufaufkommen und einer hohen Einsatzdichte. Die dadurch stark eingeschränkte Verfügbarkeit von Rettungsmitteln konnte nur durch maximale Anstrengung der Einsatzkräfte bewältigt werden," berichtet Friedrich Schmidt, Leiter der Gefahrenabwehr im Kreis Groß-Gerau.

Ein Blick auf die Notrufzahlen verdeutlicht die Belastung: Im Zeitraum vom 26. bis 28. Juni 2026 wurden in der Zentralen Leitstelle über 1.200 Notrufe entgegengenommen.

Zum Vergleich: Am zweiten Juni Wochenende waren es ca. 600 Notrufe im gleichen Zeitraum - damit hat sich das Notrufaufkommen mehr als verdoppelt.

Daniel Becker, Fachdienstleiter für die Zentrale Leitstelle und den Rettungsdienst, ist stolz auf sein Team: "Wir verdankend es dem herausragenden Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentralen Leitstelle, dass trotz dieser dreitägigen Spitzenlast kein Anrufer wesentlich länger auf die Beantwortung des Notrufs warten musste als sonst."

Auch der Rettungsdienst im Landkreis Groß-Gerau war während der Hitzewelle maximal ausgelastet. Zeitweise standen nur einzelne freie Rettungswagen zur Abdeckung des gesamten Kreisgebietes zur Verfügung.

Perosnell aufgerüstet

Um die rettungsdienstliche Versorgung weiterhin sicherzustellen, wurde der Rettungsdienst tagsüber kurzfristig personell verstärkt. So konnten bis zu sieben zusätzliche Fahrzeuge in Dienst genommen werden.

"Die kurzfristige Kompensation war nur möglich, weil zahlreiche Kolleginnen und Kollegen bereit waren einzuspringen", sagt Schmidt. "Wir bedanken uns für die hohe Einsatzbereitschaft und die großartige, übergreifende Zusammenarbeit aller Organisationen. Gemeinsam konnten wir die Versorgung der Bevölkerung im Landkreis Groß-Gerau in dieser außergewöhnlichen Lage aufrechterhalten."

Am vergangenen Wochenende wurden fast 700 Rettungsdiensteinsätze bewältigt. Zwei Wochen zu vor, waren es noch ca. 350 Einsätze. Auch hier war eine nahezu doppelt so hohe Belastung zu verzeichnen.

Die Auswirkungen der Hitzewelle machten sich auch bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften des Brand-und Katastrophenschutzes bemerkbar und brachten die Einsatzkräfte an ihre Belastungsgrenze.

Von Freitag bis Sonntag waren die Kräfte fast 100-mal im Einsatz. Eine Vervierfachung der normalen Einsatzzahlen.

In den kommenden Wochen ist weiterhin mit hohen Temperaturen zu rechnen. Nun gilt es, die Erfahrungen des vergangenen Wochenendes zu bewerten und entsprechende Maßnahmenpakete für zukünftige Hitzewellen zu entwickeln.

Doch auch die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Groß-Gerau sind gefragt: Bereiten Sie sich auf zukünftige Hitzeperioden vor und achten Sie gut auf Sich und Ihre Nächsten.

 

 


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