Nebenbei bemerkt - Konstituierende Sitzung

Wie sich die Zeiten wandeln - Eine Erinnerung in Bildern

20.2.26 - Als amtliche Mitteilung hat die Gemeinde in einer Mitteilung gestern darauf hingewiesen, dass sich am Donnerstag, 16. April, die neue Gemeindevertretung konstituieren soll.

Dann wird sich - gemäß der Kommunalwahl am 15. März - personell wieder einiges ändern.

Der Anlass ruft Erinnerungen wach. Vor fünf Jahren fand die konstituierende Parlamentssitzung unter ungewöhnlichen Umständen statt. Dazu dieser Rückblick in Bildern.

Einiges hat sich verändert. Nicht nur, weil heute so gut wie niemand mehr bei solchen Anlässen eine Corona-Schutzmaske trägt.

Da wäre zum Beispiel diese Aufnahme.

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Wer, außer ihm selbst, hätte 2021 gedacht, dass der damalige Bürgermeister Jan Fischer (r.) zwei Jahre später aus dem Amt scheiden würde?

Und wer hätte angenommen, dass der Herr links, ein gewisser Marc Friedrich, sein Nach-Nachfolger werden würde?

Roland Kappes, der zwischen den beiden Nauheims Gemeindeoberhaupt war, tummelte sich seinerzeit noch nicht auf dem politischen Parkett (und nun bekanntlich auch nicht mehr; hin und wieder schaut er als Zuschauer vorbei).

Ungewöhnlich damals auch der Sitzungsort.

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Das Ortsparlament tagte wegen der Pandemie in der Georg-Schad-Halle. Da war viel mehr Platz als heute im Bürgersaal, der - wenn man mal ehrlich ist - für solche Anlässe zu klein geraten ist.

Für die konstituierende Parlamentssitzung am 16. April würde sich die SKV-Halle sicherlich besser eignen.

Aber die kostet ja Miete, und für den Bürgersaal hat die Gemeinde in den vergangenen zwei Jahren keine Miete berappt. Sehr zum finanziellen Leidwesen des Sportkindergartens, aber das ist eine andere Geschichte aus dieser Legislaturperiode.

Interessant auch, wer von den Fraktionen weitermacht und wer nicht.

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Von diesen Herren hat der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Schmidt (r.) aufgehört. Er ist nun verheiratet und heißt Daniel Ramm. Hin und wieder ist er bei Vereinsveranstaltungen zu sehen.

Der Herr mit dem Rücken zur Kamera ist Marco Müller von den Grünen. Neulich hat er im Parlament Beifall von allen Seiten bekommen - wegen seines Einsatzes für den TV-Sportkindergarten.

Müller steht nicht mehr auf der Liste der Grünen, scheidet also als Gemeindevertreter definitiv aus.

Er könnte in den Gemeindevorstand einziehen, denn dafür wird es eine extra Liste geben. Vielleicht dient er seinen Parteifreunden künftig auch nur als "Wasserträger" im Hintergrund. ;-)

Doch das ist reine Spekulation.

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Zurück zum Foto davor. Links auf dem Bild ist Winfried Rehm zu sehen. Der CDU-Fraktionschef will ebenfalls kürzer treten, erscheint bei den Christdemokraten nicht mehr so prominent auf der Liste.

Denkbar ist indes, dass er nicht zuletzt kraft seiner Bekanntheit durchs Panaschieren und Kumulieren wieder "nach vorne" gespült wird.

Der Herr frontal zur Kamera? Das ist Gerd Petersen, Fraktionsvorsitzender der FDP, mittlerweile einer der ältesten und offenbar unverdrossen - diesmal sogar als Spitzenkandidat der Liberalen.

Interessant auch dieses Foto.

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Vorne: Marcus Pritsch. Er war damals hinter dem Bürgermeister derjenige, der im Rathaus die Akten respektive das "Heft in der Hand" hielt.

Hinten links ist Roman Maus zu entdecken. Der frühere Wahlleiter der Gemeinde galt als zweibeinige Verwaltungskompetenz.

Ihre Spuren hat ebenso Sophie Lukas (r.) hinterlassen - als Pressesprecherin der Gemeinde und bei der Organbisation von kulturellen Ereignissen. Viele Vereine vermissen sie.

Nach ihr kam Jennifer Mathes; sie hat mittlerweile ebenfalls einen anderen Arbeitsplatz (übrigens, ebenso wie Sophie Lukas, gar nicht weit weg).

Alle drei sind also weg. In fünf Jahren hat die Gemeinde etliche führende Kräfte in der Verwaltung verloren, aber inzwischen auch viele gute Neue hinzubekommen.

Vor ihrem Abschied: Rosalia Radosti.

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Die Sozialdemokratin wurde 2021 Erste Beigeordnete. Das Bild zeigt sie hier mit Parlamentschef Johann Siegl (l.), der ihr den Amtseid abnahm.

Dass er das - einem Ritterschlag gleich - mit Handauflegen tat, schien die stellvertretende Bürgermeister (die de facto gleich für drei Verwaltungschefs einsprang, was seines Gleichen sucht) etwas zu irritieren.

Zumindest darf ihr stirnrunzelnder Blick als Überraschung gedeutet werden.

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Übrigens: Es war nicht die erste Parlamentssitzung in der Georg-Schad-Halle. Die unten folgende und letzte Aufnahme dieser Erinnerung in Bildern war einige Wochen zuvor entstanden.

Man erkennt, wie viel Platz herrschte, obwohl keine Zuschauer zu sehen sind.

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Das dürfte sich im Bürgersaal am 16. April ändern, wo es mittlerweile ja schon bei Ausschusssitzungen eng wird.

Vielleicht werden Parlamentssitzungen in den kommenden fünf Jahren live gestreamt. So wie in anderen Orten. Das wird aber noch geprüft, von wegen Persönlichkeitsrechte und Datenschutz und so.

Aber selbst das ist, nebenbei bemerkt, eine ganz andere Geschichte, über die dann wieder im Premium-Bereich von Nauheim-Online (also mit statt ) zu berichten sein wird.

 

 


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