Mein Kommentar - Von Joachim Gerharz

"Erst nach finanziellem Ruin werden wir keine Wohltaten mehr verteilen"

20.12.25 - Der Verzicht der Wählergruppe Nauheim auf eine Kandidatur bei der Kommunalwahl 2026 (> mehr dazu im Premium-Bereich) animiert einen Leser zu folgenden Betrachtungen:

Von Joachim Gerharz

Es ist schade, dass hier von Seiten der Bürgerschaft keine neuen Impulse ins Ortsparlament kommen.

Leider ist es aber auch keine große Überraschung zu sehen, dass viele Menschen sich über die politischen Parteien und deren oft nur ideologisch getriebenen Aktivitäten aufregen, aber selbst nichts tun wollen.

Wie auch in der Bundespolitik geht es uns immer noch viel zu gut, alle Anzeichen deuten allerdings darauf hin, dass dies in naher Zukunft rapide abwärts geht.

Mit offenem Geist

Man muss sich nur etwas breiter informieren und das wirtschaftliche Geschehen und dessen Folgen mit mehr Aufmerksamkeit und offenem Geist zu begegnen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Energiepolitik in Deutschland, welche sich ja auch bis in die Gemeinden und zu jedem einzelnen Bürger auswirkt.

Das Potsdam Institut für Klimaforschung hat 2024 in der Zeitschrift Nature eine Studie herausgebracht, dass die Klimaänderung katastrophale Folgen für die Wirtschaft auf der ganzen Erde haben würde. Schon damals hatten interne Revisoren heftige Kritik an der Studie geäußert, da nach deren Ansicht die Datenlage absolut fehlerhaft ist.

Trotz alledem hat die Bundespolitik und die Europa Politik auf Basis dieser Studie katastrophale Änderungen in der Energiepolitik vorangetrieben.

Moralischer Spitzenreiter

Die Folge davon sehen wir jetzt und noch viel heftiger in Zukunft gerade in Deutschland, da wir natürlich wieder der moralische Spitzenreiter sein müssen.

Unbeachtet blieb in diesem Zusammenhang, dass die Zeitschrift Nature nun die Studie zurückgezogen hat, da klar ist, dass die Datenlage in keinster Weise das wiedergibt, was zu den in der Studie angeblich katastrophalen Auswirkungen hätte führen sollen.

Die Studie ist also nachweislich wissenschaftlicher Humbug und sollte in keinster Weise eine Grundlage für politisches Handeln darstellen.

Leider hat es bis zum Bürger hinunter, kaum jemand erfahren, da der gängige Medienkonsum überhaupt nicht breiter darüber berichtet. Es passt nicht in das ideologische Bild, dass man Fehler zugibt. Deshalb sollte es der Bürger auch gar nicht erst erfahren.
Was also macht die politische Ebene in Deutschland bis auf Gemeindeebene herunter?

Nichts wird geändert, obwohl mittlerweile klar ist, dass wir in einer absolut katastrophalen finanziellen Lage enden werden.

Was aber wird daraus folgen?

Wenn wir uns erst finanziell ruiniert haben, werden wir auch in der Welt keine Wohltaten mehr verteilen können. Darunter werden in Zukunft nicht nur unsere Kinder und Kindeskinder leiden, sondern auch notleidende Menschen auf der ganzen Welt.

Im Kleinen sieht man das bereits in der Gemeinde, wo noch nicht einmal mehr lokale Vereine unterstützt werden können und in Zukunft vermutlich erstens die Steuern erhöht werden müssen und zweitens nur noch Pflichtaufgaben erledigt werden können, es sei denn, man erhöht die Steuern noch weiter, damit man auch freiwillige Ausgaben tätigen kann.

Wenn es am Ende der Bürger dann mit der harten Realität direkt zu tun bekommt wird der Unmut umso größer sein. Aber wie schon vor abgesagt, es wird der Bürger sich erst regen, wenn ihm der Wind hart ins Gesicht bläst.

Ich wünsche allen Bürgern in Nauheim, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich aufgewachteres 2026. Möge der gesunde Menschenverstand zurückkehren.

 

 


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